Programm 2019

Samstag, 9. März 2019

Musikwoche

Samstag, 6. April 2019

22. Heimatkundlicher Tag des Museums in Verbindung mit dem Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue

Vom Sand der Elbe, den Altlasten und über den Alltag auf der Elbe

Auf dem Heimatkundlichen Tag 2019 des Museums Hitzacker(Elbe) dreht sich dieses mal alles um das Flussbett der Elbe. Zunächst geht es weit in die Vergangenheit, als Eis und Schnee aus dem Norden unsere Landschaft formte. Prof. Helmut Schreier, Autor des vor kurzem zur Elbe erschienenen Buches „Urstromtal“, unternimmt eine Zeitreise durch die Entstehungsgeschichte des Urstromtals der Elbe und seinem Wandel bis in die Gegenwart, vom großen reißenden Strom zum heutigen Bett der Elbe. Noch heute erzählt der Sand der Elbe von diesen gewaltigen Veränderungen. Das zeigte sich gerade im letzten Jahr wieder, als sich in der Elbe Sandbänke auftürmten.

Bevor der Untergrund der Elbe sich formte, bedeckten Millionen von Jahren zuvor salzige Fluten – später zu Salz erstarrt - unsere Gegend. Unter dem Druck der darüber liegenden Schichten entstanden regelrecht „pilzartige Gebilde“, Salzstöcke, in der Norddeutschen Tiefebene, wie eben auch unter der Elbe wie der von Gorleben, Rambow oder direkt bei uns bei Kähmen. Prof. Gerhard Harder, ehemals BI-Vorsitzender, weiß darüber zu berichten.

Die Wasserqualität der Elbe wird nicht zuletzt durch die noch immer mitgeführten Schwebstoffe und Altlasten, u.a. Dioxine, gemindert. Dr. Frank Krüger hat 2018 darüber seine Dissertation geschrieben und stellt seine Ergebnisse vor. Er ist heute als ausgewiesener Experte Hamburg Port Authority beschäftigt.

Ist das „Gesamtkonzept Elbe“, erst 2017 vom Bundestag abgesegnet, bereits überholt? Klimawandel und Wassermangel, die Abkehr von fossilen Energieträgern, die Erfordernisse des Naturschutzes – wie zukunftsfähig ist die Binnenschifffahrt auf der Elbe? Dieser Frage geht Wolf-Rüdiger Marunde nach.

Das Museum konnte vor kurzen maßstabsgerechte Schiffsmodelle erwerben. Die Präsidentin des Schiffervereins Monika Sirkowski und ihr Lebensgefährte, unser Elbschiffer und einstige Fährmann Lothar Jahnke, halfen dabei und stellen die Modelle vor. Sie ergänzen dies mit Beispielen aus ihrem Leben, als sie auf der Elbe fuhren.

Nach einer Mittagspause geht es gemeinsam nach Govelin auf den Hof der Familie Bergmann. In dem dort angelegten Findlingspark wird Gestein, von unterschiedlichem Alter und Formation gezeigt, das einst aus dem Norden mit den Eismassen hierher gebracht wurde und das Urstromtal begrenzt.

 

Programmablauf

9.00 Uhr Begrüßung: Bürgermeister Holger Mertins, Anne Spiegel, Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue, Detlef Lübke, Museumsverein Hitzacker (Elbe) und Umgebung e.V. 9.20 Uhr Prof. Dr. Helmut Schreier, Quickborn, Eis, Wind und Sande: die Gestalt des Urstromtals im Lauf der Zeiten 10.00 Uhr Prof. Gerhard Harder, Tüschau-Saggrian, Im Untergrund der Elbe – Gorleben - Rambow 10.45 Uhr Pause 11.00 Uhr Dr. Frank Krüger, Hamburg Port Authority, Die Elbe und die Belastung der Auen an der Elbe 11.30 Uhr Wolf-Rüdiger Marunde, Hitzacker, "Man kann das Wasser nicht herbeibauen“. Die Problematik der Binnenschifffahrt auf der "Elbe“. 12.00 Uhr Monika Sirkowski, Präsidentin des Schiffervereins Hitzacker(Elbe) und Binnenschiffer Lothar Jahnke stellen die neuen Schiffsmodelle des Museums vor und erzählen von ihrem Leben auf der Elbe? 12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen 13.15 Uhr Ausflug nach Govelin in den Findlingsgarten bei Familie Bergmann: Über Geschiebe und Endmoräne und ihre Zusammensetzung 15.00 Uhr Ende der Veranstaltung