Dauerausstellungen zur Geschichte Hitzackers

Museum Hitzacker (Elbe) Das Alte Zollhaus - GrenzenLos

Das Leitthema des Museums Hitzacker (Elbe) Das Alte Zollhaus, ehemals Walther-Honig-Heimatmuseum, lautet „GrenzenLos“. Auf drei Etagen präsentiert sich das Museum mit einer Dauerausstellung und spielt dabei mit dem Begriff „Grenze“: Ob vom Leben direkt an der Grenze, von einem Herzog, der “an den Grenzen der frühen Neuzeit“ lebte und hier dreißig Jahre die Stadt prägte, der Bücherfürst Herzog August der Jüngere oder von Prinz Claus der Niederlande, dessen „Liebe Grenzen überwand“ es werden auf drei Ebenen Geschichte(n) dazu erzählt. Beim Gang durch die Räume begegnet der Besucher immer wieder dem Spiel mit dem Wort „Grenze“.

Zum Beispiel gelang es dem Museumsleiter Klaus Lehmann, einen originalen Jeetzel-Fischerkahn vor der Verwandlung zum Blumenbeet zu retten. Dieser Kahn steht im 2. Stock für die Geschichte des Schiffbaues, der über Hitzackers Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hatte. Die Elbe wurde nicht nur zur Grenze, ihr Flussbett wurde auch immer wieder versucht zu zähmen, um der Schifffahrt hier keine „Grenzen“ zu geben. Die heutige Elbstrecke zwischen Dömitz und Hitzacker wird hier als ein Beispiel vorgestellt.

Die Besucherinnen und Besucher des Alten Zollhauses entdecken so auf drei Etagen Lehrreiches und Unterhaltsames. Ohne in der Chronologie stecken zu bleiben, ist es ein Gang durch Jahrhunderte.

 

Herzog August der Jüngere in Hitzacker (Elbe) 1604-1636

Enge Grenzen - weiter Horizont: Herzog August der Jüngere

Die Jugend-Bildungsreisen und Leidenschaften eines Bildungsfürsten der von 1604-1634 in Hitzacker residierte bis zu seiner Abreise nach Wolfenbüttel. Stellen Sie sich vor: 26 Jahre, unverheiratet, ein etwas trostloses Erbe und keine Chance auf beruflichen Aufstieg? Wir erzählen Ihnen den wunderlichen Aufstieg eines weit gereisten, hoch gebildeten Fürsten, eines Büchernarrens, dessen Name heute die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel trägt. Dreißig Jahre seines Lebens verbrachte er in Hitzacker. Sein „Computer“, das Bücherrad ist im Museum zu sehen.

Grenzenlos lagern - ehemalige Tanklager im Forst: die Wifo

Das Großtanklager Hellberg (Tarnname für Hitzacker) der Wirtschaftlichen Forschungsgesellschaft (Wifo) in mitten des Dötzinger Forstes.
Weitere Informationen

Dem Fluss Grenzen setzen - über Schifffahrt und Schiffbau

Schifffahrt braucht Gleichstand - Stromnatur will den Wechsel, das sind die Themen die wir hier thematisieren. Gäste die an der Elbe entlang fahren, radeln, wandern oder mit dem Boot hier anlegen, fragen nach der Besonderheit der Elbe hier. Hier bekommen Sie vielfältige Antworten.

 

Stadtspaziergang auf die faule Art

Das virtuelle Stadtmodell im Stadtgeschichtsraum, zum Thema Stadtgeschichte und Hochwasser in Hitzacker.
Die Stadt auf dem Bildschirm: Virtuelles Stadtmodell
Kommen Sie mit auf einen historischen Spaziergang durch die Straßen und Gassen der Stadtinsel. Lassen Sie sich per Mausklick Geschichte(n) zu einzelnen Häusern erzählen. Oder hören und verfolgen Sie auf dem Bildschirm in 13 Stationen Geschichte(n) einer Kleinstadt auf einer Insel. Oder das Ringen der Menschen über Jahrhunderte mit der Elbe und ihren Fluten. Und wenn Sie ihre Vorfahren suchen: eine Datenbank hilft ihnen weiter. Gezeigt wird auch das Sommerhochwasser 2002 und die Folgen. In unserer Multimedia Vorstellung zeigen wir, dass die Menschen immer mit dem Hochwasser in Hitzacker gelebt haben und was mit dem Deichsschutz auf die Bevölkerung zukommt. In einer Simulation kann der Besucher - von Studenten umgesetzt, nach Recherchen im Archiv des Zollhauses und Zeitzeugen (u. Ernst-August Kerting) - das Wasser der Elbe und Jeetzel steigen lassen und sehen was in der Stadt geschieht. In Abständen von 100 Jahren hieß es Land unter in Hitzacker. Aber das soll mit der Deichmauer nun dann vorbei sein. Unwiderbringlich verschwindet die offene Seite Hitzackers zur Elbe und dem Vorland.

Ein Projekt mit dem Studiengang Medieninformatik der Hochschule Harz in Wernigerode.
Unter der Leitung der Professoren Prof. E. Högerle, M. Kreyßig und H. Reckter hat die Projektgruppe der Studierenden Remo Fyda, Sebastian Goedecke, Petra Röse, Ivonne Bartok, Michael Wruck, Christian Schmalisch, Holger Lorenz und Jörg Bauersfeld ein virtuelles Stadtmodell hergestellt.

Historische Begleitung, Redaktion und Texterstellung Klaus Lehmann, Museumsleiter unter Beratung von Karl Guhl, ehem. Bürgermeister der Stadt Hitzacker und Ludwig Gerisch, Sammatz.