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Das Alte Zollhaus
Zollstraße 2
29456 Hitzacker (Elbe)
Fon: 05862.8838
Fax: 05862.8871
info@museum-hitzacker.de

Unsere Projekte - machen Sie mit!

1. Projekt: 20 Jahre Grenzöffnung 2009


2009 – 20 Jahre Grenzöffnung - Ein Erinnerungsprojekt

Die Elbe ist eine Grenze im naturräumlichen Sinne. Sie trennt. Und verbindet. Das östliche Ufer und sein Hinterland haben trotz aller Schwierigkeiten die historischen Verbindungen nicht abbrechen lassen. Bis sie dazu gezwungen wurden. Rund 40 Jahre lang wurde die Elbe auf einem Abschnitt von etwa 100 Kilometern als politische Grenze eingesetzt.
Zum Jubiläum der Grenzöffnung 2009 wollen wir der Jahre der Trennung gedenken, aber auch die historischen Beziehungen auferstehen lassen.
Geplant ist eine elbübergreifende Ausstellungsreihe entlang des ehemaligen Grenzabschnitts, eine Perlenkette der Erinnerungen. Für ein solches "Erinnerungs-Projekt" gilt es einmal mehr, museale Strukturen zu durchbrechen und Kommunikationsorte zu schaffen, in denen das Gespräch zwischen Besucher und Erzähler, dem aktiven Zeitzeugen, hergestellt werden kann. Die Orte verbinden sich mit dem Elberadwanderweg von Lauenburg bis Dömitz.
Von Ausstellungen zum historisch hannoverschen Niederdeutschen Hallenhaus „op de deel“ (Bitter) über Informationen zum Zollwesen und Grenzschutz im Alten Zollhaus Hitzacker, Grenzgeschichten im Grenzlandmuseum Schnackenburg, die Sammlung in Göhr bis hin zur Dokumentation der Diskussion um die Elbbrücke Neu Darchau – Darchau sind viele Themen denkbar.

Ergebnis wäre eine Kette real und multimedial vernetzter Ausstellungen, die sich am Weg entlang der Elbe hinzieht. Orte der Einkehr (Grenzlandmuseum Schnackenburg, Das Alte Zollhaus Hitzacker), Orte der Besinnung (Gedenkstätte der Zwangsaussiedlungen Vockfey), Orte des Nachdenkens und miteinander Sprechens (Privathäuser, Gaststätten) sollen interessierten Besuchern sowie Anwohnern einmal mehr die Vergangenheit vor Augen führen und in die Zukunft weisen, Trennendes überwinden und Brücken der Begegnung schlagen.


Für Fragen und Anregungen stehen die Projektleiter gerne zur Verfügung:
Klaus Lehmann, Das Alte Zollhaus Hitzacker(Elbe) Museum: 05862 – 88 38 - info@museum-hitzacker.de
Dana Hoffmann (Uni Freiburg): 0176-23968964 - dana_hoffmann2001@web.de

Das erste Treffen hat am 21.November 2007 in Neuhaus im Haus des Gastes stattgefunden. Unter großer Anteilnahme wurde sehr lebendig diskutiert. Eine Arbeitsgruppe trifft sich am 8.1.08 um 18.30 Uhr im Haus des Gastes, um Ideen und Vorschläge für eine weitere Diskussion zu entwickeln. Gäste sind herzlich eingeladen. Die Gesamtgruppe tagt Ende Januar. Termin wird hier noch nachgetragen.
Wenn Sie an diesem spannenden Projekt mitarbeiten möchten, dann melden Sie sich (siehe Rubrik Kontakt).


Protokoll der Sitzung: "20 Jahre – die Elbe verbindet wieder" in Neuhaus im Haus des Gastes am 21.11.2007
Die Sitzung wurde eröffnet von Frau Grit Richter, von der Gemeinde Amt Neuhaus und Herrn Manfred Ruffing, Tourismusinformation im Haus des Gastes im Amt Neuhaus, in Vertretung von Bürgermeister Hublitz, der verhindert war. Ebenso begrüßte Bürgermeister Dr. K.-H. Jastram, Hitzacker, die 21 Vertreter aus dem Amt Neuhaus und Bleckede. Museumsleiter Klaus Lehmann vom Alten Zollhaus Hitzacker(Elbe), stellte nach einer Vorstellungsrunde die Projektidee vor und leitete die Gesprächsrunde.

Nachstehend ein zusammenfassendes Protokoll. Beschlossen wurde dass sich eine Kleingruppe zunächst am Dienstag, dem 8.1. 2008, 18.30 Uhr wieder in Neuhaus im Haus des Gastes trifft, um eine nächste Sitzung vorzubereiten. An diesem Gespräch wird Susanne Gerstner als Koordinatorin des Projektes „Das Grüne Band“, Burg Lenzen(Elbe), anwesend sein. Sie wird über den Diskussionsstand dieses Projektes berichten, damit Überschneidungen in der Planung vermeiden werden.

Der Projekt-Idee 2009 „20 Jahre – die Elbe verbindet wieder“ liegt nach dem vorliegenden Diskussionspapier von Dana Hoffmann (Volkskundestudentin aus Freiburg/Br. mit Elternhaus in Bitter) und Klaus Lehmann, der Gedanke zugrunde, nicht nur nostalgisch auf den Tag der Grenzöffnung zu schauen und die Lebenssituation von 40 Jahre an der Grenze zu beleuchten. Es soll auch der Prozess des Zusammenwachsens veranschaulicht werden. Dabei wollen wir auf Nichterreichtes ebenso eingehen wie auf den mancherorts erreichten Austausch zwischen links und rechts der Elbe. Vor allem, so der Neuhäuser Heimatforscher Werner Hüls, soll der Frage nachgegangen werden, was aus den Aktivitäten von 1989 geworden ist. Sie sollten wieder in Erinnerung gerufen und neu belebt werden, regte Hüls an. Ein weiteres Ziel könnte eine „Perlenkette“ von Erinnerungsorten sein, die zur Kommunikation entlang der Elbe von Dömitz bis Bleckede anregen.

In der Diskussion wurde herausgestellt, dass sich in den vergangenen 20 Jahren seit der Grenzöffnung ein bedeutender Entwicklungsprozess nach den Jahrzehnten der DDR-Geschichte an der Elbe vollzogen hat, der beleuchtet werden soll.

Exemplarisch lassen sich auch am Beispiel des Amtes Neuhaus die unterschiedlichen Integrationsprozesse von Alteingesessenen und Zugezogenen nach 1945 verfolgen. Zunächst kamen ja Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, ab 1952 kam es im DDR-Sperrgebiet an der Elbe-Grenze zu Zwangsaussiedlungen und zur Entvölkerung. Gleichzeitig entvölkerte sich das „Zonengrenzgebiet“ im Westen, wegen der wirtschaftlichen Abseitslage. Mit der Grenzöffnung veränderte sich die Situation, Alteingessesene und Bürger aus der Metropolregion Hamburg entdeckten das Naturrefugium Elbe/Amt Neuhaus. Der Prozess des Zusammenwachsens von alten und neuen Bundesländern wurde als beispielhaft beschrieben. Und für wert gehalten, dokumentarisch aufgearbeitet zu werden. Dabei sollten auch Berücksichtigung finden die Diskussionen und die Auseinandersetzungen um die Elbquerungen, z.B. 1990 über eine Autofähre von Bitter nach Hitzacker oder die Brücke in Darchau als Beispiel für Trennendes und Verbindendes, aber auch als Hinweis auf das Bedürfnis nach Zusammenwachsen in 20 Jahren deutscher Einheit auch gegen behördliche Widerstände.

Sehr schnell wurden erste praktische Umsetzungsideen vorgebracht, die nachstehend aufgelistet werden. Hierbei gilt es aber zu unterscheiden zwischen „Einmaligkeit“(Veranstaltungen/Verbrauch) und „Nachhaltigkeit“(Projekte über den Tag hinaus). In einer Projektfinanzierung, die es gilt anzustreben, haben überwiegend „nachhaltige“ Projekte Chancen für eine Förderung.


„Einmaligkeit“ (Veranstaltungen)
Plattdeutsches Theater - über die Elbe hinweg
Dokumentation: was rechts und links der Elbe geschah
Chöre - über die Elbe hinweg
20 Jahre danach: Was ist geschehen
Schulen einbinden
Beispiel: Bleckede
Dokumentation: Elbquerungen

„Nachhaltigkeit“ (Projekte)
Stelltafeln entlang des Elberadweges: vorher – nachher
div. Veranstaltungen zum Tag der Grenzöffnung
Dokumentation: Geschichten festhalten
Hochwassersituationen
Schachspiel zwischen links und rechts der Elbe

Schon heute gilt es, Dokumente, ob Audio/Video/Bild und Zeitzeugenberichte zu sichern.

An der Sitzung am 8. Januar 2008 um 18.30 Uhr im Haus des Gastes in Neuhaus haben sich bereiterklärt, teilzunehmen: (Namen unter info@museum-hitzacker.de)

Klaus Lehmann, Hitzacker , 23.12.2007

Protokoll vom Arbeitstreffen "20 Jahre –die Elbe verbindet wieder"

in kleiner Runde am 08.01.08 im Haus des Gastes Amt Neuhaus.

 
Anwesende :
 

Frau Gerstner,                          Koordinatorin Grünes Band, Burg Lenzen

Frau Kuntsch-Zschoch              Konau 25, Fohe Zukunft e.V.

Herr Lehmann                           Altes Zollhaus, Hitzacker

Herr Borsch                              Hof Randlage

Herr Teige                                Dorfverein Elbufer e.V.

Herr Ruffing                              Haus des Gastes Amt Neuhaus

 

Begrüßung durch Herrn Lehmann, danach Einstieg in Debatte, wie weit soll das Projekt gefasst werden? Wie weit sollen wir blicken? Von Schnackenburg oder Lenzen bis Bleckede?

 

Dazu stellt Frau Gerstner das Projekt E+E Grünes Band vor, dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass nicht noch Projekte aufgelegt werden, welche sich thematisch und inhaltlich überschneiden. Das Grüne Band erstreckt sich entlang des Grenzstreifens der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze quer durch Deutschland. Es wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz und dem Bundesministerium für Umwelt. Inhaltlich befasst sich das Projekt sowohl mit Natur wie auch mit Kultur über 4 Bundesländer (Vierländereck) und wird im Teilbereich der Modellregion Elbe von der Burg Lenzen aus gesteuert. Für uns hier – von Schnackenburg bis Neuhaus- werden besonders die Grenzerfahrungspunkte, wie alte Grenztürme, Wüstungen und Kreuzungspunkte erhalten und den Besuchern nutzbar gemacht. Ebenso werden touristische Routen erarbeitet ( Rad- und Wandertouren entlang der Grenze ). Daneben werden Bildungsangebote erarbeitet und Veranstaltungen vorbereitet. Zum Jahr 2009 wird der „ Tag der Grenzerfahrung“ vorbereitet – aus dessen Materialfundus und Dokumentation können auch andere Regionen, sprich wir, profitieren.

Herr Lehman brachte die Frage ins Spiel, wie unsere Region daran andocken kann. Dabei erläuterte er kurz den Leader+ Prozess und wie die Projekte finanziell angeschoben werden können.
 

Herr Borsch weist darauf hin , dass die Geschichtsvermittlung im Vordergrund stehen soll. Dabei ergab sich eine Diskussion wie dieses Gebiet entlang der Elbe durch zwei Sichtweisen betrachtet wurde und noch immer wird, dass noch immer Grenzdenken besteht und dass, wie sich bei der ersten Versammlung zeigte, das Interesse im Amt Neuhaus größer ist als auf der „anderen Seite“.

 

Frau Gerstner und Herr Lehmann bekunden, dass zum Tag der Grenzerfahrung wie auch bei der Routenplanung Zusammenarbeit und Ideenaustausch möglich und wichtig ist. Dabei ist es sinnvoll die Inhalte des Grünen Bandes beim nächsten Treffen in die große Gruppe zu tragen, weiterhin sollen dort Themen und Veranstaltungen wie auch Orte besprochen werden. Hier soll das „ Haus der (mit) Geschichte“ in Bitter so Herr Teige, wie auch das Pforthaus in Neuhaus eine Rolle spielen.

 

Bei allen Unternehmungen soll das „ Hüben und Drüben“ im Auge behalten werden, es sollte auch immer ein „ Grenzedurchbrechen „ angestrebt sein.

 

Für 2009 soll eine Auflistung von Veranstaltungen entstehen, einige davon nicht nur zu diesem Anlass, sondern auch in Kooperation mit den Grünen Band weitertragen mit jährlicher Wiederkehr.



Protokoll der Vorbereitungsgruppe „20 Jahre Grenzöffnung“ vom 24.08.2009


Am 24.8.2009 trafen sich im Dorfgemeinschaftshaus Bitter : Saskia Zschoch, Konau, Pastor Ullrich, Tripkau, Klaus Teige, Bitter, 3 Vertreter der Feuerwehr Lübtheen (Partner der FFW Hitzacker), Egon Behrmann, Hitzacker, Siggi Völsch, Hitzacker, Norbert Schulz, Hitzacker und Klaus Lehmann, Museum.

Herr Lehmann stellte kurz die Situation nach der Absage der Bundeswehr für einen Brückenschlag über die Elbe mit Hilfe einer Pionier-Einheit der Bundeswehr dar. Es gibt nach dem Gespräch mit den Bürgermeistern eine Überlegung eine gemeinsame Ratssitzung in Bitter zu organisieren oder eine gemeinsame Veranstaltung am Samstag, dem 21.November in Hitzacker mit der Perspektive im Mai/Juni ein gemeinsames Fest auf Bitterwerder mit den Kirchengemeinden und allen Vereinen zu organisieren.

Nach kurzer Diskussion wurde sich verständigt die Veranstaltung in Erinnerung an die Grenzöffnung vor 20 Jahren in Hitzacker zu veranstalten. Seinerzeit seien die Menschen auch erstmals nach Hitzacker gekommen, an diesen Anlass sollten wir uns auch in Hitzacker gemeinsam erinnern. Im Mai/Juni sollte dann die Veranstaltung auf Bitterwerder organisiert werden. Eine Ratssitzung wurde abgelehnt. So entwickelte sich folgender Vorschlag:

Samstag, dem 21. November 2009

Treffen in Bitter am Fähranleger ab 11.00 Uhr. Es fährt das Fahrgastschiff „Hilde“ (Rederei Heckert). Der Anleger des WSA kann benutzt werden.
Hitzacker Anleger: direkt am Kranplatz von Reederei Heckert. (Termin ist vorgemerkt)

12.00 Uhr: Sammeln der Gäste am Kranplatz und Einzug mit der Blaskapelle Kaarßen zum Marktplatz. Begrüßung durch Bürgermeister etc. Kirchenbläser auf dem Marktplatz

Ab 12.30 Uhr: Essen und Trinken auf dem Kirchplatz. Gulaschkanone, gegen Spende. Stände von Vereinen. In der Kirche auf verschiedenen Leinwänden Filme zur Grenzöffnung (ohne Ton!). (Gestühl beiseite gestellt). Kuchenbuffet im Gemeindehaus. Darbietungen der Schulen(?), Ausstellung des Museums: Hüben & Drüben in der Kirche und Fotodokumentation: Grenzöffnung vor 20 Jahren. Pastor Rohlfing und Pastor Ullrich verständigen sich über eine kirchliche Handlung.
Ab 15.30 Uhr pendelt die Fähre „Hilde“ wieder zurück.

Die Feuerwehren setzen ihre Gemeinsamkeiten im Feuerwehrgerätehaus fort.

Das Museum stellt im Auftrag der Gruppe einen Antrag auf einen Zuschuss von 500€ für die Veranstaltung.

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