Varenius Blick auf Japan 1649 und Heute
Von Tugenden und Gewohnheiten der Japaner
Eine Einladung zur Mitarbeit an einem Ausstellungsprojekt
Unsere Gedanken und Gefühle sind sowohl bei den Japanerinnen und Japanern, die die Katastrophen durchleben, als auch bei denen, die im Ausland leben und sich um ihre Familien und Freunde in der Heimat sorgen.
Bei unseren Vorbereitungen auf die Ausstellung „Varenius Blick auf Japan 1649 und Heute“ zum Thema Japan und Bernhard Varenius wurden wir durch die Katastrophen von Fukushima und Nordostjapan zutiefst erschüttert, so dass wir kurzzeitig unser Vorhaben für die Ausstellung veränderten und Sie zu einer Mitarbeit einladen möchten.
Bei der Durchsicht der Japanbeschreibung des Varenius bemerkten wir, dass Grundhaltungen der Japanerinnen und Japanern heute, durch den Blick des Varenius auf Japan vor über 360 Jahren nachvollziehbarer werden.
Viele seiner niedergeschriebenen Beobachtungen - von Missionaren zuvor nach Europa gebracht - geben wieder, was wir auch in diesen Tagen in den Berichten über Japan lesen können, wie sehr die japanische Bevölkerung sich in ihr Schicksal einlässt und Demut und Geduld zeigt, das Leid zusammen zu ertragen, einander zu helfen, zu ermutigen und sich zu bemühen, dies zum Guten
zu wenden.
Das veranlasst uns das Kapitel über Tugenden und Gewohnheiten der Japaner genauer zu betrachten und es kam die Idee auf, die Ausführungen in Deutschland lebenden Japanerinnen und Japaner vorzulegen und Sie zu bitten, dazu Stellung zu nehmen bzw. Beispiele zu geben. Nicht nur in Form von kurzen handschriftlichen Statements, sondern vielleicht auch ergänzt mit Bildern aus dem eigenen Fotoalbum. Für uns ergibt sich so eine Illustration der Aussagen, mit dem Ergebnis vielleicht, wie aktuell Varenius Beobachtungen noch heute sind. Das kann ein Erlebnis, ein Bild mit Beschreibung sein!
Wir bitten Sie also sich einmal diese Texte des Varenius vorzunehmen und Ihre ganz persönlichen Anmerkungen uns zu kommen zu lassen. Wir möchten dies dann in der Ausstellung, wenn Sie möchten ohne Namensnennung, integrieren.
Sie können uns gerne mit Verweis auf den Textblock dies mittels einer E-Mail schicken oder direkt auf die Seite unterhalb des Textblockes schreiben. Sie können dies auch gerne in japanisch festhalten. Wir werden die Aussagen anschließend zusammentragen.
Schlußtermin: Verlängert bis 1.Juli 2011. Für die Umsetzung bemühen wir uns gerade um Sponsoren.
Das Kultusministerium in Hannover wurde von uns angeschrieben.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung
Dr. Karl-Heinz Jastram (Bürgermeister der Stadt Hitzacker (Elbe)) - Klaus Lehmann (Museumsleiter) und Mariko Mizuhara-Reinking, Nahrendorf
Mitmach-Broschüre Varenius zum Download